Dr. Mabuse
Das Testament des Dr. Mabuse
Nachdem die erste Fortsetzung, Mabuses Kolonie, 1930 Fragment blieb, ließ sich Norbert Jacques schließlich von Fritz Lang dazu anregen, Das Testament des Dr.Mabuse zu schreiben, welches er 1932 fertigstellte. Der Roman diente wiederum als Vorlage für Thea von Harbou und Fritz Lang, blieb jedoch vorerst unveröffentlicht, da Lang dem Autor eine Beteiligung an den Tantiemen des Films zugesagt hatte. 1933 erschien der Tonfilm.
Das Testament des Dr. Mabuse.
In diesem Film sitzt Mabuse als Wahnsinniger in einer Psychiatrischen Klinik, der unentwegt an einem „Testament“ schreibt, in dem er Anweisungen für Verbrechen und zur Errichtung einer umfassenden „Herrschaft des Verbrechens“ gibt. Diese Anweisungen werden auf geheimnisvolle Weise von einer Verbrecherorganisation ausgeführt, obwohl die Manuskripte unveröffentlicht in der Klinik bleiben. Kommissar Lohmann (der schon in M – Eine Stadt sucht einen Mörder aufgetreten war), versucht, die Bande dingfest zu machen, scheitert aber an deren perfekter und professionell agierender Organisationsstruktur. Obwohl er immer wieder auf die Spur der Klinik geführt wird, durchschaut Lohmann zunächst auch nicht, welche Rolle der machtlos scheinende Mabuse spielt.
Die Verwirrung steigert sich, als Mabuse plötzlich
verstirbt. Aber es ist ihm gelungen, seinen Willen auf
den Geist des Leiters der Irrenanstalt, Professor Baum,
zu übertragen. Nun führt dieser die verbrecherischen
Anweisungen Mabuses aus. Als die Organisation zum
ultimativen Schlag ausholt, und eine chemische Fabrik
in die Luft jagen will, kann die Polizei dies im
letzten Augenblick verhindern. Am Tatort ist auch Baum.
Nach einer surrealistischen Autoverfolgungsjagd flieht
Baum in seine eigene Anstalt, in der er nun, vollends
dem Wahnsinn verfallen, selbst als Patient einbehalten
wird. Am Ende sieht man ihn in einer Zelle sitzend, wie
er im Zustand völliger Umnachtung Manuskriptseiten
zerreißt.
Die deutlichen Anspielungen auf die Terrormethoden der Nazis und auf Adolf Hitler, der Mein Kampf ebenfalls in Gefangenschaft verfasste, war den Nazis nicht entgangen, und der Film wurde im Dritten Reich verboten. Es gelang jedoch, Kopien ins Ausland zu schmuggeln. Jahrelang war nur eine stark gekürzte Fassung des Films im Umlauf. Erst seit Ende 1973 steht
wieder eine rekonstruierte Fassung zur Verfügung.
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